Klettern

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Klettern

Klettern kann man ja auf vieles, im Bergsport bezieht sich der Begriff Klettern meistens auf Felsklettern oder Hallenklettern. Speziellere Varianten davon sind in der Regel mit eigenen Namen versehen (z.B. Bouldern, Bigwallklettern).

Geklettert wird an unterschiedlich hohen Wänden. Die einzelnen Wege oder Routen sind zur Absicherung mit Haken versehen, die aber rein der Sicherheit dienen und nicht zur Fortbewegung genutzt werden.

Zum Klettern braucht man in der Regel einen Partner gemeinsam mit diesen bildet man eine Seilschaft. Kletterpartner vertrauen sich gegenseitig das Leben an und sollten deshalb sorgfältig gewählt werden.

Ausrüstung

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände zum Klettern sind: Kletterschuhe, Klettergurt, Seil und Sicherungsmaterialien. Damit kann man dann eigentlich schon durchstarten. Sehen wir und die einzelnen Punkte genauer an:

Kletterschuhe:

Den 3 und 4 ten Schwierigkeitsgrad kann man mit Bergschuhen noch ganz gut begehen. Ab 5 ten Grad (bzw. je nach Können) bekommt die Schuhwahl immer mehr Bedeutung. Die Tritte werden dann so klein oder abschüssig dass ein sicherer Antritt mit dem Bergschuh nicht mehr möglich ist.

Dann kommen eng anliegende Kletterschuhe mit glatter Gummisole zum Einsatz. Sie sollten in erster Linie passen, den nur mit Kletterschuhen in denen man sich wohl fühlt und die nicht drücken kann man sich voll aufs Klettern selbst konzentrieren. Also am besten einfach im Kletterladen anprobieren. Zur detaillierten Schuhfindung erscheint demnächst ein eigener Artikel.

Klettergurt:

Der Klettergurt ist die Verbindungsstelle zwischen Seil und Kletterer. Bei einem Sturz werden hier enorme Kräfte übertragen. Es sollten nur Klettergurte mit CE-Kennzeichnung gekauft werden, diese erfüllen alle Sicherheitsanforderungen. Zweiter wichtiger Punkt ist die Passform. Mitunter kann man bei bestimmten Situationen schon mal eine ganze Zeit im Gurt hängen, deshalb sollte der Klettergurt ähnlich dem Kletterschuh gut passen. Neben der Sicherheit beim Sturz dient der Gurt auch noch als „Materiallager“, das heißt er hat rechts und links Schlaufen in denen Karabiner, HMS oder anderer Sicherungsgeräte verstaut werden.

Kletterseil:

In großen Hollywood Bergsteiger Filmen reißt eigentlich immer ein Kletterseil! Im echten Leben passiert das zum Glück nicht so häufig. Aber dennoch ist das Kletterseil beim Klettern von zentraler Bedeutung. Es stellt die Verbindung zwischen Sichernden und Kletterer dar und es schützt uns im Falle eines Sturzes vor Verletzung oder Tod.

Der Kauf von mit CE-Kennzeichung versehenen Produkten ist hier wie beim Klettergurt Pflicht, es geht schließlich um die eigene Sicherheit. Was ist sonst noch zu beachten beim Kletterseil Kauf? Die Seilart!

Es gibt Halbseile, Zwillingsseile und Einfachseile. Die beiden ersten Typen sind vor allem für Alpinkletterer  und Bergsteiger interessant, der letzte Typ das Einfachseil stellt den Standardtyp für Hallenkletterer und Sportkletterer dar. Es hat in der Regel einen Durchmesser von 9 – 11 mm (Standard ca. +- 10 mm) und eine Länge von 50, 60 oder 70 Meter. Längere Seile sind zwar meistens teurer und auch schwerer zum Tragen, bieten aber die Möglichkeit fast alle gängigen Routen begehen zu können. Mehr dazu im Thema Klettertechnik.

Sicherungsmaterialien:

Jetzt kommen wir zur sogenannten „Hardware„. Darunter versteht man schweres Material wie Sicherungsgeräte, Karabiner, Klemmgeräte wie Friends und Keile, Bohrhaken aber im weitesten Sinne auch Bandschlingen usw. Das meiste davon wird nur von sehr erfahrenen Kletterern, die z.B. Touren selbst absichern, benützt.

Zum Hallenklettern reicht z.B. ein Sicherungsgerät in der Regel aus, da die Zwischensicherungen sowie die Umlenkung bereits eingerichtet sind. Aber selbst hier kann man keine einfache Empfehlung mehr aussprechen, da es mittlerweile Sicherungsgeräte wie Sand am Meer gibt. Ich kann nur empfehlen die Geräte selbst zu Testen entweder im Rahmen von Kletterkursen, mit Freunden oder im Fachhandel.

Gebiete

Die Zahl der Klettergebiete steigt weltweit immer noch an. Von Jahr zu Jahr werden neue Spots eingebohrt, bestehende Gebiete erweitert oder neue Hallen gebaut. Also eine gute Zeit um mit dem Klettern zu beginnen! Hier ein kleiner natürlich unvollständiger Überblick über die bekanntesten Klettergebiete:

Deutschland: Fränkische Schweiz, Pfalz, Sächsische Schweiz

Österreich: Tirol

Italien: Arco am Gardasee, Finale Ligure

Schweiz: Basler Jura, Tessin, Interlaken

Frankreich: Ceuse, Verdonschlucht, Calanques

Großbritannien: The Peak District , Cornwall

Australien: Blue Mountains, Mount Arapiles, Grampians