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bouldern im tessin

Bouldern im Tessin, das heißt Bouldern in Cresciano und Chironico. Die beiden Bouldergebiete liegen im Schweizer Kanton Tessin. Auf der Strecke von Bellinzona Richtung Gotthard Pass erreichst du nach ca. 10 km das Bouldergebiet Cresciano weitere 30 km Richtung „Gottardo“ liegt das Bouldergebiet Chironico.

Bouldern in Cresciano

Das Bouldergebiet Cresciano liegt in einem Kastanienwald oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Die Gesteinsart ist rauer Granit, die Kletterei ist meist athletisch, kräftig aber es gibt auch viele technisch anspruchsvolle Boulderprobleme. Das Absprunggelände variiert von perfektem weichen Waldboden bis zu total verblocktem Gelände.

Insgesamt eher ein Gebiet wenn du dich mit Bouldern (und spotten!) schon ein bisschen besser auskennst. Dafür gibt es dann für dich auch einiges an „Bouldergeschichte“ zu sehen. Hier findest du nämlich „high end“ Boulderklassiker von Boulderurgestein Frédéric Nicole.

Bouldern in Chironico

Das Bouldergebiet Chironico liegt ebenfalls in einem Kastanienwäldchen das Dorf daneben heißt ebenfalls Chironico aber dennoch sieht es hier anders aus. Zum einen liegt das an dem unterschiedlichen Gestein: Hier gibt es Gneis mit Quarzeinlagerungen, zum andern ist die Hanglage nicht ganz so extrem wie in Cresciano.

Hier geht es insgesamt ein bisschen ruhiger zu (vom Ambiente nicht von den Leuten!), das Absprunggelände ist flacher und es gibt mehr einfache Boulderprobleme. Beide Gebiete weisen eine Vielzahl von Boulder in fast allen Schwierigkeitsgraden auf, es dürfte also für jeden etwas dabei sein.

Guide

Boulderführer gibt es vor Ort in Sportgeschäften zu kaufen oder Du bestellst dir ein Exemplar unter Ticino Guides. Es gibt für beide Gebiete eigene GuideBooks. Organisiert wird das Ganze von dem Ticino Boulder Team, Du unterstützt mit dem Kauf also die lokale Boulder-Community.

Ein sehr guter Tessin Reiseführer ist im Michael Müller Verlag erschienen. Der ideale Begleiter, wenn Du deinen Boulderausflug mit einen Kurzurlaub am Lago Maggiore verbinden willst.

Sehr guter Tessin Reiseführer
Sehr guter Tessin Reiseführer
Cresciano Boulder Guide
Cresciano Boulder Guide
Chironico Boulder Guide
Chironico Boulder Guide

Bouldern in Fontainebleau

Frankreich: Fontainebleau in der Île-de-France

Der Wald von Fontainebleau liegt ca. 1 Stunde südlich von Paris an der Seine im Wald von Fontainebleau. Hier findest du so ziemlich alles was das Boulderherz begehrt!

Das Bouldergebiet Fontainebleau ist riesig, es gibt jede Menge Blöcke in allen Schwierigkeitsgraden, von kleinen Blöcken mit 1-2 Meter Höhe bis zum 8 Meter hohen „High Ball“ ist alles vorhanden. Der Untergrund besteht meistens aus perfektem Sand- bzw. Waldboden und allein die abwechslungsreiche Landschaft ist schon herrlich.

Du findest hier einzelne Boulderprobleme aber auch komplette angezeichnete Boulder-Parcours von mehreren hundert Metern Länge. Diese Parcours sind nummeriert und farbig markiert. Du kannst hier eine ganze Reihe von ähnlich schweren Bouldern hintereinander absolvieren ohne lange im Bouldertopo suchen zu müssen.

Bouldern in Fontainebleau ist für jeden geeignet, ob Anfänger oder Vollprofi ob alleine oder in der Gruppe, selbst für Familien und Kindergruppen gibt es geeignete Gebiete.

Die Gesteinsart ist rauer Sandstein in allen Variationen. Die Kletterei ist am Anfang für viele gewöhnungsbedürftig es dominieren runde offene Griffe und die Blöcke sind meist senkrecht oder leicht geneigt. Hier benötigst du eine gute Fußtechnik und eine lockere Einstellung gegenüber der Bewertung, denn selbst „leichte“ Boulder können es hier in sich haben.

Sehr oft hört man von Boulderern die zum ersten Mal in Fontainebleau sind die Frage: „Wo sind den hier die Griffe!“ Es ist tatsächlich so, dass du hier oft „nichts in der Hand hast“. Da gibt es dann ein paar Dellen und Beulen und du musst mal hier und da stehen, stützen und drücken und dich gaaaanz langsaaam hocharbeiten! Wenn du Glück hast dann hast du schon deinen ersten Boulder geschafft!

Mit einer Empfehlung zur besten Jahreszeit zum Bouldern in Fontainebleau ist es so eine Sache. Bist du ein „Hardmover“ kommen eigentlich nur das Winterhalbjahr so von November bis April für dich in Frage. Hier ist es kühl und der Sandstein hat den perfekten Grip. Allerdings regnet es hier auch am meisten. Bist du ein moderater Boulderer besteht das ganze Jahr über die Möglichkeit für dich in Fontainebleau Spaß zu haben. Auch im Sommer kannst du im Wald zumindest am Vormittag ganz gute Bedingungen vorfinden.

Übernachten kannst du im Bouldergebiet Fontainebleau entweder auf dem Campingplatz (z.B. „La Musardière“ oder „Les Prés“) oder in einer der unzähligen Gîtes. Das sind Ferien­häuser in denen du dich selbst versorgst (Infos z.B. unter  www.gites-seine-et-marne.com).

Wenn du nicht gerade boulderst, solltest du auf jeden Fall das Schloss von Fontainebleau besichtigen oder einen Ausflug nach Paris einplanen (am besten per Zug).

Bouldern rund um München

Bouldern rund um München:

Ganz ehrlich gesagt sieht es da nicht besonders gut aus. Aber ein paar kleinere Wände und Blöcke gibt es dann doch, ob sie einen Besuch lohnen musst du selbst entscheiden. Hier ein kurzer Überblick:

Buchenhain:

In Münchens Süden gibt es tatsächlich ein Stück „echten“ Fels. Zu viel Enthusiasmus solltest du allerdings nicht mitbringen, sonst kann es leicht passieren, dass du enttäuscht wieder abziehst.

Also hier ist alles schon richtig glatt poliert. Die Gesteinsart ist der typische Münchener Nagelfluh den man ja öfter an der Isar sieht. Mit Kieseln und Löchern. Die Wände sind bis zu ca. 5 Meter hoch. Ein Bouldertopo gibt es dazu nicht, am besten einfach hinfahren und vor Ort die Szene fragen.

Anfahrt: München S-Bahn S7 nach Wolfratshausen, Haltestelle Buchenhain aussteigen. Durch die S-Bahn Unterführung Richtung Gaststätte „Waldgasthof Buchenhain“ dann weiter Richtung Isar. Der Weg führt hier über Treppenstufen die „Isarböschung“ hinunter. Hier vom Weg abweichen Richtung Süden auf einem Trampelpfad zu den sichtbaren Felswänden. Gesamt Gehzeit von der S-Bahn ca. 5 min.

Kochel:

Am Kochelsee im Süden von München findest du das gleichnamige Kletter- und Bouldergebiet. Hier gibt es auch einen guten Kletter- und Boulderführer vom Haupterschließer des Gebiets, Toni Lamprecht.

Bouldern kannst du im Einstiegsbereich von Kletterrouten oder an kleinen einzelnen Wänden. Die Gesteinsart ist Kalk mit überwiegend Leistenkletterei. Die meisten Wände liegen in Hanglage im Wald.

Anfahrt: Von München auf der Autobahn Richtung Garmisch-Partenkirchen, Ausfahrt Murnau, dann weiter über Schlehdorf nach Kochel. In Kochel abbiegen Richtung Walchensee bzw. Mittenwald. Kurz nach Ortsausgang Kochel führt eine Straße nach rechts Richtung Walchenseekraftwerk. Hier parken, weitere Infos und Topos findest du im Kletter- und Boulderführer von Toni Lamprecht, erschienen im Panico Verlag.

Blockwelt Sudelfeld:

In der Nähe des Bayrischzeller Skigebiets „Sudelfeld“ liegt das Bouldergebiet Blockwelt Sudelfeld. Die Gesteinsart ist Kalk. Das Bouldergebiet liegt in einer Windbruchzone und die einzelnen Blöcke sind teilweise schwer zugänglich, da Gestrüpp und Dornenhecken den Weg versperren.

Mir persönlich besser gefallen die Blöcke die zwei Straßenkehren weiter oben liegen. Diese befinden sich nämlich im Wald und sind nicht so eingewachsen. Leider sind diese Blöcke im Führer nicht beschrieben.

Anfahrt: Zum Skigebiet Sudelfeld gibt es drei Anfahrtsstraßen, von Bayrischzell, von Brannenburg (Mautstraße) und von Oberaudorf. Genau an der T-Kreuzung an der sich die drei Straßen treffen befindet sich ein großer Parkplatz (kurz über Gasthaus „Feuriger Tatzlwurm“). Von hier aus sieht man schon die Blöcke auf der gegenüberliegenden Straßenseite (hangaufwärts).

Um zu den von mir oben genannten Blöcken zu gelangen musst du der Straße Richtung Bayrischzell noch zwei Kehren weiter folgen. In der zweiten Kehre befindet sich eine kleine Parkbucht hier parken und hangaufwärts ab in den Wald.

Genauere Infos und Topos zum Hauptgebiet gibt es im Kletterführer „Bayerische Alpen – Out of Rosenheim 2“ von Markus Stadler, erschienen im Panico Verlag.