DAV YouTube Channel

Der DAV (Deutsche Alpenverein) bietet auf seinem YouTube Channel eine Reihe sehenswerter Kurzberichte. Zu finden sind Berichte über Bergsportarten, Umweltschutz und Hütten des Deutschen Alpenvereins.

Berichte des Deutschen Alpenvereins

Unter https://www.youtube.com/user/DAVAlpenverein findest du eine Übersicht über alle bisher erschienenen Berichte.

In der Regel sind es nur kurze Filme von bis zu 15 Minuten Länge. Trotzdem sind die Beiträge durchaus sehenswert.

Hier zwei ausgewählte Kurzfilme um dir einen kleinen Vorgeschmack zu geben:

Klettern & Bouldern: Was macht es aus?

Hier die Kurzbeschreibung des im DAV YouTube Channel erschienenen Kurzfilms:

Klettern und Bouldern sind in! Juliane Wurm, Ex-Weltmeisterin im Bouldern, und die DAV-Athleten Leonie Lochner, Romy Fuchs und Moritz Hans sprechen über ihre Leidenschaft.

Warum klettern? Was macht Bouldern so besonders? Gemeinsam trainieren die Kader-Mitglieder in den Zillertaler Alpen, um sich auf den Boulderweltcup in München vorzubereiten…

Bavarian Split

Hier die Kurzbeschreibung des im DAV YouTube Channel erschienenen Kurzfilms:

Freeriden in den heimischen Bergen mit Snowboard-Profis aus 4 Generationen. So lautet das Motto von Marco Smollas neuem Film „Bavarian Split“.

Mit Splitboards ziehen die Freerider von Hütte zu Hütte durch das Wetterstein, die Tegernseer Berge oder die Allgäuer Alpen. Es muss halt nicht immer Kanada sein…

Bergführer Martin Wittmann vom JDAV vertritt die Initiative Check-Your-Risk und macht auf das notwendige Risikomanagement aufmerksam (www.check-your-risk.de).

ServusTV Bergwelten

Der österreichische Privatfernsehsender ServusTV ist bekannt für sein reichhaltiges Sportprogramm. Dabei geht es jedoch meistens um stark Motorlastige Sportarten. Kein Wunder, Betreiber des Senders ist schließlich eine Tochterfirma der RedBull GmbH.

Unter dem Format *Bergwelten* werden jedoch ca. 50 Minütige Filme rund ums Thema Bergsport gezeigt. Diese sind auf der Seite http://www.servustv.com/at/Sendungen/Bergwelten/Videos zusammengefasst und können dort wunderbar angesehen werden.

Als kleiner Vorgeschmack hier zwei Video aus dem ServusTV Programm:

Die großen Nordwände – Drei Zinnen

In dem Dokumentationfilm „Die großen Nordwände – Drei Zinnen“ wird der deutsche Spitzenkletterer Alexander Huber bei seiner Free-Solo-Begehung der „Hasse-Brandler“ an der Großen Zinne begleitet.

Hier die Kurzbeschreibung des 2015 bei ServusTV erschienenen Dokumentarfilms:

Die Drei Zinnen in den Dolomiten – Alex Huber zeigt, welche Herausforderungen dort selbst einen Spitzenkletterer wie ihn erwarten.

An den Drei Zinnen wurden Meilensteine gesetzt – von den Erstbesteigungen der Gipfel über die Durchsteigungen ihrer Nordwände bis zu den schwersten Kletterrouten der heutigen Zeit.

Alexander Huber setzte selbst zwei Meilensteine: die seilfreie Alleinbegehung der „Direttissima“ in der Nordwand der Großen Zinne und die Erstbegehung von „Panaroma“ in der Nordwand der Westlichen Zinne, die zu den schwersten alpinen Sportkletterrouten überhaupt zählt.

Hier geht’s direkt zum Film: http://www.servustv.com/at/Medien/Bergwelten

Barbara Zangerl – Aus dem Schatten der Meister

In der Dokumentation „Barbara Zangerl – Aus dem Schatten der Meister“ wird die Österreicherin bei der Wiederholung der unter dem Begriff „Alpen Trilogie“ bekannten Mehrseillängentouren begleitet.

Hier die Kurzbeschreibung des 2015 bei ServusTV erschienenen Dokumentarfilms:

Barbara Zangerl: geboren 1988 in Bludenz, aufgewachsen in Strengen am Arlberg. Sie ist ein Ausnahmetalent. Seit ihrem 15. Lebensjahr geht sie immer näher an ihre Grenzen, um schließlich in die Domäne der alpinen Männerwelt einzudringen.

Für viele Jahre war Barbara Zangerl als eine der besten weiblichen Boulderer der Welt bekannt. Eine der ersten Frauen, die die Schwierigkeit 8b kletterte. Im Alter von 19 Jahren und an der Spitze dieser Karriere eine Rückenverletzung – das Ende der Karriere?

Eifrig und ehrgeizig hat Barbara mit dem alpinen Klettern begonnen. Mit einer ganz neuen Einstellung zum Klettern versucht sie sich an den härtesten alpinen Routen: „End of Silence“ – Erstbegangen von Thomas Huber, Stefan Glowacz’s „Des Kaisers neue Kleider“ und „Silbergeier“ von Beat Kammerlander.

Alle drei Extremkletterrouten gelten durch ihre Herausforderung, aber auch Schönheit als Meilensteine des alpinen Klettersports und sind als „Alpine Trilogie“ weltweit in die alpinen Geschichtsbücher eingegangen. Dass Barbara diese Touren als erste Frau schafft, ist eine Leistung, die auch den Erstbegehern großen Respekt abringt:

Eine sehenswerte interessante Doku. Hier geht’s direkt zum Film: https://www.servustv.com/at/Medien/Bergwelten44

Lebendige Klettergeschichte

Eine wirklich schöne Videoreihe biete Mammut unter „Reclimbing the Classics“. Hier siehst du wie geschichtsträchtige Klassiker und Meilensteine des Sportkletterns besucht werden. Dabei werden diese Touren jeweils von einem Kletterer des Mammut Pro Teams wiederholt.

Lebendige Klettergeschichte

Mit dabei der Erstbegeher der Route (soweit möglich). Ein Treffen von Generationen, vereint durch den Klettersport! Hier siehst du lebendige Klettergeschichte, untermalt mit sympathischen Kletterern und herrlichen Bildern…

Die komplette Übersicht findest du im Mammut Online Magazin.

 

Sportklettern am Fels

Sportklettern beleuchte, wie der Name schon sagt, die sportlichen Seiten des Kletterns. Im Gegensatz zum klassischen Bergsteigen oder Alpinklettern ist nicht der Gipfel das übergeordnete Ziel, sondern der „saubere“ freie Durchstieg, der meist relativ kurzen Kletterrouten.

Die Wurzeln dieser Kletterart sind im Freiklettergedanken verankert. „Frei“ bedeutet hier, frei geklettert ohne künstliche Hilfsmittel, wie in Haken greifen, Leitern benutzen oder an Seilen hoch ziehen. Zur Fortbewegung darfst du rein die natürliche Felsstruktur benützen.

Die Kletterausrüstung, wie Haken, Seile und Karabiner dienen dir „nur“ zur Sicherheit im Falle eines Sturzes. Oder als Abseilhilfe nach erfolgtem Durchstieg. Ansonsten ist der Weg das Ziel!

Gerade wenn du Anfänger bist oder dich an schweren Touren versuchst, kann es natürlich passieren, dass du schon nach ein paar Metern nicht mehr kannst und dich ins Seil setzen muss. Kein Problem, ruht dich aus und dann geht es wieder weiter. „Frei“ hast du die Tour dann allerdings nicht geklettert.

Im besten Fall gelingt dir eine Kletterroute „frei“. D.h. du hast jeden Meter der Tour von unten bis oben ohne künstliche Hilfsmittel geklettert. Kurt Albert (1954 – 2010) ein deutscher Pionier dieses Gedankens, markierte in den 70er und 80er Jahren, jede von ihm erfolgreich frei gekletterte Route mit einem Roten Punkt. Deshalb steht der Begriff Rotpunkt-Begehung auch heute noch für einen freien Durchstieg.

Sportklettern an Felsen

Sportklettern an Felsen übst du an natürlichen Felswänden aus, die eigens dafür präpariert wurden. Auch Klettergarten oder Klettergebiet genannt.

Was braucht man zum Wandern?

wandern mit blick auf zahmen kaiser
Wandern im Bayerischen Voralpenland

Wandern ist die verbreitetste aller Bergsportarten. Das liegt wohl an dem natürlichen Bewegungsdrang des Menschen. Gehen in der Natur, speziell durch eindrucksvolle Berglandschaften macht einfach Spaß. Du kannst es auch ohne aufwändiges Training oder teure Ausrüstung ausführen.

Reizvolle Regionen, atemberaubende Ausblicke, Fernwandern oder die Jagt nach „Wandernadeln“ der Übergang der verschiedenen Spielformen ist fließend. Allen gemeinsam ist das meditative Gehen verbunden mit dem hautnahen erleben von Naturräumen.

Wandern kannst du ganz ruhig und alleine oder gesellig in großen Gruppen. Jede Form ist erlaubt. Einzig die Natur solltest du respektieren. Beim Wandern heißt das, ausgeschriebene Wege nicht verlassen, keine seltenen Pflanzen zerstören und Tiere ihren Frieden lassen.

Ausrüstung

So vielfältig die Auslegung des Begriffs Wandern ist, so vielfältig ist die Ansichten über die notwendige Ausrüstung. Ich will hier kurz die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände aufführen:

Egal welche Form des Wanderns du dir auch aussuchst, ein Ausrüstungsgegenstand wird immer benötigt: gute, passende Wanderschuhe! Gute Wanderschuhe sollen fest am Fuß sitzen und haben ein Profil aus griffigem Gummi. Sie bieten dir selbst bei Regen noch ausreichend Bodenhaftung und verursachen keine Blasen oder Schmerzen.

Der Wanderrucksack ist je nach Dauer und Schwierigkeit der Wanderung mit mehr oder weniger viel Ausrüstung und Verpflegung gefüllt. Bei einer längeren Wanderung kann hier schon einiges zusammenkommen, deshalb ist ein gutes Tragesystem besonders wichtig. Verstellbare Träger und ein Hüftgurt können dir hier Entlastung schaffen.

Die Wahl deiner Wanderbekleidung hängt natürlich stark von der geplanten Tour ab. Bei leichten Wanderungen ist sicher keine teure spezial Bekleidung notwendig.

Wichtig ist vor allem die Anpassungsfähigkeit. Selbst an sonnigen Tagen kann es passierten, dass in schattigen Schluchten eisige Temperaturen herrschen. Und auch bei stabiler Wetterprognose kann ein kleines Sommergewitter lokal für Regen sorgen.

Damit du hier für alle Fälle gerüstet bist, empfehle ich dir mehrere Bekleidungsschichten (Zwiebelprinzip). So kannst du je nach Situation schnell mal was überziehen bzw. ausziehen. Bekleidung wiegt ja meistens nicht besonders viel und kann im Wanderrucksack schnell verstaut werden.

Gebiete

Wandern kann man wirklich fast überall, deshalb kann ich hier nicht alle Wandergebiete vorstellen. Zur Anregung gibt es dennoch ein paar Links zu bekannten Gebieten:

Deutschland: Allgäu in Bayern, Harzgebirge im Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Österreich: Tirol, Salzkammergut, Ötztal

Italien: Dolomiten

bouldern im tessin

Bouldern im Tessin, das heißt Bouldern in Cresciano und Chironico. Die beiden Bouldergebiete liegen im Schweizer Kanton Tessin. Auf der Strecke von Bellinzona Richtung Gotthard Pass erreichst du nach ca. 10 km das Bouldergebiet Cresciano weitere 30 km Richtung „Gottardo“ liegt das Bouldergebiet Chironico.

Bouldern in Cresciano

Das Bouldergebiet Cresciano liegt in einem Kastanienwald oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Die Gesteinsart ist rauer Granit, die Kletterei ist meist athletisch, kräftig aber es gibt auch viele technisch anspruchsvolle Boulderprobleme. Das Absprunggelände variiert von perfektem weichen Waldboden bis zu total verblocktem Gelände.

Insgesamt eher ein Gebiet wenn du dich mit Bouldern (und spotten!) schon ein bisschen besser auskennst. Dafür gibt es dann für dich auch einiges an „Bouldergeschichte“ zu sehen. Hier findest du nämlich „high end“ Boulderklassiker von Boulderurgestein Frédéric Nicole.

Bouldern in Chironico

Das Bouldergebiet Chironico liegt ebenfalls in einem Kastanienwäldchen das Dorf daneben heißt ebenfalls Chironico aber dennoch sieht es hier anders aus. Zum einen liegt das an dem unterschiedlichen Gestein: Hier gibt es Gneis mit Quarzeinlagerungen, zum andern ist die Hanglage nicht ganz so extrem wie in Cresciano.

Hier geht es insgesamt ein bisschen ruhiger zu (vom Ambiente nicht von den Leuten!), das Absprunggelände ist flacher und es gibt mehr einfache Boulderprobleme. Beide Gebiete weisen eine Vielzahl von Boulder in fast allen Schwierigkeitsgraden auf, es dürfte also für jeden etwas dabei sein.

Guide

Boulderführer gibt es vor Ort in Sportgeschäften zu kaufen oder Du bestellst dir ein Exemplar unter Ticino Guides. Es gibt für beide Gebiete eigene GuideBooks. Organisiert wird das Ganze von dem Ticino Boulder Team, Du unterstützt mit dem Kauf also die lokale Boulder-Community.

Ein sehr guter Tessin Reiseführer ist im Michael Müller Verlag erschienen. Der ideale Begleiter, wenn Du deinen Boulderausflug mit einen Kurzurlaub am Lago Maggiore verbinden willst.

Sehr guter Tessin Reiseführer
Sehr guter Tessin Reiseführer
Cresciano Boulder Guide
Cresciano Boulder Guide
Chironico Boulder Guide
Chironico Boulder Guide

Bouldern in Fontainebleau

Frankreich: Fontainebleau in der Île-de-France

Der Wald von Fontainebleau liegt ca. 1 Stunde südlich von Paris an der Seine im Wald von Fontainebleau. Hier findest du so ziemlich alles was das Boulderherz begehrt!

Das Bouldergebiet Fontainebleau ist riesig, es gibt jede Menge Blöcke in allen Schwierigkeitsgraden, von kleinen Blöcken mit 1-2 Meter Höhe bis zum 8 Meter hohen „High Ball“ ist alles vorhanden. Der Untergrund besteht meistens aus perfektem Sand- bzw. Waldboden und allein die abwechslungsreiche Landschaft ist schon herrlich.

Du findest hier einzelne Boulderprobleme aber auch komplette angezeichnete Boulder-Parcours von mehreren hundert Metern Länge. Diese Parcours sind nummeriert und farbig markiert. Du kannst hier eine ganze Reihe von ähnlich schweren Bouldern hintereinander absolvieren ohne lange im Bouldertopo suchen zu müssen.

Bouldern in Fontainebleau ist für jeden geeignet, ob Anfänger oder Vollprofi ob alleine oder in der Gruppe, selbst für Familien und Kindergruppen gibt es geeignete Gebiete.

Die Gesteinsart ist rauer Sandstein in allen Variationen. Die Kletterei ist am Anfang für viele gewöhnungsbedürftig es dominieren runde offene Griffe und die Blöcke sind meist senkrecht oder leicht geneigt. Hier benötigst du eine gute Fußtechnik und eine lockere Einstellung gegenüber der Bewertung, denn selbst „leichte“ Boulder können es hier in sich haben.

Sehr oft hört man von Boulderern die zum ersten Mal in Fontainebleau sind die Frage: „Wo sind den hier die Griffe!“ Es ist tatsächlich so, dass du hier oft „nichts in der Hand hast“. Da gibt es dann ein paar Dellen und Beulen und du musst mal hier und da stehen, stützen und drücken und dich gaaaanz langsaaam hocharbeiten! Wenn du Glück hast dann hast du schon deinen ersten Boulder geschafft!

Mit einer Empfehlung zur besten Jahreszeit zum Bouldern in Fontainebleau ist es so eine Sache. Bist du ein „Hardmover“ kommen eigentlich nur das Winterhalbjahr so von November bis April für dich in Frage. Hier ist es kühl und der Sandstein hat den perfekten Grip. Allerdings regnet es hier auch am meisten. Bist du ein moderater Boulderer besteht das ganze Jahr über die Möglichkeit für dich in Fontainebleau Spaß zu haben. Auch im Sommer kannst du im Wald zumindest am Vormittag ganz gute Bedingungen vorfinden.

Übernachten kannst du im Bouldergebiet Fontainebleau entweder auf dem Campingplatz (z.B. „La Musardière“ oder „Les Prés“) oder in einer der unzähligen Gîtes. Das sind Ferien­häuser in denen du dich selbst versorgst (Infos z.B. unter  www.gites-seine-et-marne.com).

Wenn du nicht gerade boulderst, solltest du auf jeden Fall das Schloss von Fontainebleau besichtigen oder einen Ausflug nach Paris einplanen (am besten per Zug).

Bouldern rund um München

Bouldern rund um München:

Ganz ehrlich gesagt sieht es da nicht besonders gut aus. Aber ein paar kleinere Wände und Blöcke gibt es dann doch, ob sie einen Besuch lohnen musst du selbst entscheiden. Hier ein kurzer Überblick:

Buchenhain:

In Münchens Süden gibt es tatsächlich ein Stück „echten“ Fels. Zu viel Enthusiasmus solltest du allerdings nicht mitbringen, sonst kann es leicht passieren, dass du enttäuscht wieder abziehst.

Also hier ist alles schon richtig glatt poliert. Die Gesteinsart ist der typische Münchener Nagelfluh den man ja öfter an der Isar sieht. Mit Kieseln und Löchern. Die Wände sind bis zu ca. 5 Meter hoch. Ein Bouldertopo gibt es dazu nicht, am besten einfach hinfahren und vor Ort die Szene fragen.

Anfahrt: München S-Bahn S7 nach Wolfratshausen, Haltestelle Buchenhain aussteigen. Durch die S-Bahn Unterführung Richtung Gaststätte „Waldgasthof Buchenhain“ dann weiter Richtung Isar. Der Weg führt hier über Treppenstufen die „Isarböschung“ hinunter. Hier vom Weg abweichen Richtung Süden auf einem Trampelpfad zu den sichtbaren Felswänden. Gesamt Gehzeit von der S-Bahn ca. 5 min.

Kochel:

Am Kochelsee im Süden von München findest du das gleichnamige Kletter- und Bouldergebiet. Hier gibt es auch einen guten Kletter- und Boulderführer vom Haupterschließer des Gebiets, Toni Lamprecht.

Bouldern kannst du im Einstiegsbereich von Kletterrouten oder an kleinen einzelnen Wänden. Die Gesteinsart ist Kalk mit überwiegend Leistenkletterei. Die meisten Wände liegen in Hanglage im Wald.

Anfahrt: Von München auf der Autobahn Richtung Garmisch-Partenkirchen, Ausfahrt Murnau, dann weiter über Schlehdorf nach Kochel. In Kochel abbiegen Richtung Walchensee bzw. Mittenwald. Kurz nach Ortsausgang Kochel führt eine Straße nach rechts Richtung Walchenseekraftwerk. Hier parken, weitere Infos und Topos findest du im Kletter- und Boulderführer von Toni Lamprecht, erschienen im Panico Verlag.

Blockwelt Sudelfeld:

In der Nähe des Bayrischzeller Skigebiets „Sudelfeld“ liegt das Bouldergebiet Blockwelt Sudelfeld. Die Gesteinsart ist Kalk. Das Bouldergebiet liegt in einer Windbruchzone und die einzelnen Blöcke sind teilweise schwer zugänglich, da Gestrüpp und Dornenhecken den Weg versperren.

Mir persönlich besser gefallen die Blöcke die zwei Straßenkehren weiter oben liegen. Diese befinden sich nämlich im Wald und sind nicht so eingewachsen. Leider sind diese Blöcke im Führer nicht beschrieben.

Anfahrt: Zum Skigebiet Sudelfeld gibt es drei Anfahrtsstraßen, von Bayrischzell, von Brannenburg (Mautstraße) und von Oberaudorf. Genau an der T-Kreuzung an der sich die drei Straßen treffen befindet sich ein großer Parkplatz (kurz über Gasthaus „Feuriger Tatzlwurm“). Von hier aus sieht man schon die Blöcke auf der gegenüberliegenden Straßenseite (hangaufwärts).

Um zu den von mir oben genannten Blöcken zu gelangen musst du der Straße Richtung Bayrischzell noch zwei Kehren weiter folgen. In der zweiten Kehre befindet sich eine kleine Parkbucht hier parken und hangaufwärts ab in den Wald.

Genauere Infos und Topos zum Hauptgebiet gibt es im Kletterführer „Bayerische Alpen – Out of Rosenheim 2“ von Markus Stadler, erschienen im Panico Verlag.

Technik Tipps für Boulder Einsteiger

Du warst schon mal Bouldern und es hat dir super gefallen? Prima! Sicher gab es Boulder bei denen du gute Chancen hattest, die du vielleicht bis ganz nach oben klettern konntest. Bei anderen bist du vielleicht gar nicht abgehoben. Die sind noch zu schwer für dich.

Boulder Technik verbessern

Wenn du mich nun fragst wie schaffen die andern das? Dann kann ich dir eine einfache Antwort geben: Die haben eine bessere Klettertechnik und ein bisschen mehr Kraft. Das ist es dann auch schon fast (die Psyche lasse ich einmal außen vor).

Es nützt dir also nicht besonders viel hunderte von Euros in Kletterschuhe zu stecken, wenn sich deine Klettertechnik nicht verbessert. Deshalb hier ein paar Tipps um deine Bewegungen effektiver und flüssiger zu gestalten:

Die Kraft aus den Beinen holen

Sieh dir mal deine Oberschenkel an und vergleiche sie mit deinen Oberarmen. Wenn du nicht gerade ein Bodybuilder bist dann wirst du sehen, dass deine Beinmuskulatur viel stärker und leistungsfähiger ist als deine Armmuskulatur.

Deshalb solltest du, wenn irgendwie möglich, die Kraft aus den Beinen holen. Drücke dich mit den Beinen nach oben so oft es geht! Gerade in nicht so steilen Wänden dienen die Arme nur zum Gleichgewicht halten. Denn Rest erledigen die Beinmuskeln.

Gerade als Anfänger solltest du diesen Punkt besonders beachten. Verkrampft an den Armen hängen kostet unwahrscheinlich viel Kraft.

Also Technik Tipp 1: Anstatt HOCHZIEHEN immer AUFSTEHEN!

Hüfte an die Wand und Eindrehen

In aller Regel stehst du frontal an einer Wand. Ähnlich wie wenn du auf eine Leiter steigst, setzt du nun abwechselnd den rechten und linken Fuß Tritt für Tritt nach oben. Diese Bewegung wird frontales Klettern genannt.

Eingedrehtes Klettern bedeutet, dass du dich seitlich zur Wand drehst. Die Hüfte also möglichst nahe an die Wand.  Dadurch erlangst du einen größeren Aktionsradius, bringst den Schulterbereich mehr in die Bewegung ein und sorgst für eine sicherere Schrittstellung der Füße.

Natürlich heißt das nicht, dass du dich vor jedem Zug vorbildhaft eindrehen musst! Manch Züge sind auch frontal effektiv zu lösen. Doch gerade wenn die Griffe weiter auseinander sind oder das loslassen zu einer Instabilität führt, ist es sinnvoll dass du dich eindrehst.

Technik Tipp 2: Hüfte an die Wand und eindrehen!

Klettern am langen Arm

Ausgestreckt an einer Klimmzugstange hängen, kannst du dir das vorstellen? – Ja. Und mit angewinkelten Armen?

Vielen Anfängern ist klar, dass es anstrengend ist Klimmzüge machen. Dennoch ziehen sich viele mit gebeugten Armen ganz nah an die Wand. Das kostet Kraft!

Versuche so viel wie möglich am langen, ausgestreckten Arm zu klettern. Das ist einfach energiesparender. Achte auf deinen Körper. Durch in die Knie gehen, eindrehen oder durch einen Griffwechsel  kannst du die Position so verändern, dass der Arm wieder ausgestreckt ist.

Technik Tipp 3: Klettern am langen Arm!

Training Tipps für Boulderer

Du hast die ersten Moves schon hinter dir und bist total heiß auf’s Bouldern? Du willst schnell besser werden? Natürlich, wer will das nicht. So viel Kraft haben, dass du mühelos die angesagtesten Boulder ziehst? Klingt gut oder?

Erst mal viele Muskeln aufbauen denken dann viele. Ordentlich trainieren. Aber macht das Sinn? Auf dieser Seite will ich dir ein paar Tipps für das richtige Bouldertraining geben.

Aufwärmen

Egal ob du zum Bouldern in die Halle gehst oder nach draußen an einen Block, aufwärmen ist wichtig. Es macht wenig Sinn gleich mit dem Schwierigkeitsgrad anzufangen, den du gerade so schaffst. Im Gegenteil, die Verletzungsgefahr steigt bei einem *Kaltstart*, die Muskeln machen schneller zu.

Versuche deshalb ein für dich geeignetes Aufwärmritual zu etablieren. Am besten erst mit Ganzkörper-Übungen anfangen. Auf der Stelle laufen, hüpfen, etc. alles was deinen Kreislauf ordentlich in Schwung bringt.

Dann die fürs Klettern und Bouldern speziellen Muskeln aufwärmen und ganz leicht dehnen. Finger, Handgelenke, Unter- und Oberarme und Schultern durch Armkreisen oder ähnliches. Vielleicht auch schon einen leichten Quergang absolvieren oder einen leichten Boulder.

Bist du jetzt einigermaßen warm kannst du dich langsam mit der Schwierigkeit der Boulder steigern. Insgesamt würde ich versuchen die erste Viertelstunde noch eher einfachere Boulder anzugehen. Und erst dann kann’s los gehen!

Muskeltraining

Im Fitnessstudio Gewichte stemmen und mit Hanteln arbeiten da bekommt man ordentlich Muckis! Ja so ist es!

Aber diese Art von Muskeln braucht man beim Klettern nicht. Dicke Bizeps und Trizeps sehen zwar stark aus, wiegen aber auch viel. Zudem verbrauchen sie viel Energie. Beides hilft dir beim Klettern nicht weiter.

Die Muskeln die du für das Klettern benötigst, die bekommst du durch das Klettern. So einfach ist das! Gute Kletterer und Boulderer sind meistens nicht besonders auffällig muskulös. Vielleicht ein ausgeprägterer Schulterbereich oder muskulöse Unterarme. Vielmehr sieht man da nicht.

Beim Klettern wird der ganze Körper beansprucht. Das Trainieren von einzelnen Muskelgruppen bringt also nichts. Zwar gibt es Gummiringe oder XY-Balls mit deren Hilfe man die Unterarmmuskulatur stärken kann. Aber die Lust mit solchen Geräten länger zu trainieren versiegt meistens recht schnell.

Weitaus wichtiger, gerade für Anfänger und Einsteiger, sind Technik- und Koordinationsübungen! Mit diesen erzielst du den besten Fortschritt ohne deine Körper übermäßig zu beanspruchen.

Achtung Verletzungsgefahr!

Denn genau dies ist ein häufiges Problem bei Einsteigern. Die Muskeln sind für das Klettern meistens ausreichend, aber die Sehnen, Bänder und Gelenke sind auf die speziellen Belastungen beim Klettern nicht vorbereitet.

Kapselrisse und Sehnenscheidenentzündungen sind keine Seltenheit unter Boulderern. Damit dir so etwas nicht passiert rate ich dir lieber langsam zu beginnen. Nach einigen Monaten regelmäßigen Kletterns ist meistens der ganze Körper gestärkt.

Trotzdem bei Schmerzen aller Art, aufgrund einer vorangegangenen Verletzung oder ähnliches, solltest du erst einmal mit dem Bouldern aufhören. Ob es eine momentane Überbelastung aufgrund des Trainings ist kann am besten dein Arzt oder Physiotherapeut feststellen.

Das oben gesagte hier noch einmal kurz zusammengefasst:

  • gut aufwärmen
  • kontinuierlich dabeibleiben (am besten ein fixer Trainingstag in der Woche)
  • häufiges Wiederholen von Bewegungsabläufen
  • langsames hoch arbeiten in der Schwierigkeitsskala

Wenn du diese Punkte beachtest bist du schon auf einen ganz guten Weg. Ich bin mir auch sicher, dass du bald erste Fortschritte bemerkst. Wenn es dann nicht mehr weiter geht, schau dir doch die Seite Technik Tipps für Boulder Einsteiger an.